Antworten auf Immer wiederkehrende Fragen

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Wann erhalte ich als Eigentümer meine Jahresabrechnung und wann finden die Eigentümerversammlungen statt?

Wenn das Wirtschaftsjahr dem Kalenderjahr entspricht, was es gemäß dem Eigentumsgesetz sollte aber auf Grund von Vereinbarungen in der Teilungserklärung anders sein kann, muss die Abrechnung bis zum 30. Juni eines Folgejahres vorliegen bzw. In der Eigentümerversammlung genehmigt sein.
Natürlicher Weise, erhalten Sie die Abrechnung mit der Einladung zur Eigentümerversammlung in der Regel meist erheblich früher.
Da die Versorger (Stadtwerke, etc.), ihre Gas- und Wasserschlussrechnungen jedoch erst im Frühjahr versenden und meist erst danach, der Wärmedienstleister (Techem, Brunata, Ista, A+S, etc.) die Heiz- und Wasserkostenabrechnung erstellt, ist ein früheres Datum meist gar nicht möglich.

Welcher Eigentümer erhält wann die Jahresabrechnung bei einem Eigentumswechsel?

Die Jahresabrechnung geht stets an den Eigentümer, welcher zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Genehmigung der Jahresabrechnung im Grundbuch steht.

Wenn der Verkäufer und der Käufer im Kaufvertrag vereinbart haben, dass der Verkäufer die Kosten anteilig bis zum Tag des Besitzübergangs tragen, so ist die Kostenaufteilung im Innenverhältnis der beiden Eigentümer (alter – neuer) vorzunehmen.
Die Verwaltung erleichtert den Eigentümern diese Arbeit, in dem zwei Abrechnungen erstellt werden. Beide Abrechnungen gehen aber ausschließlich an den neuen, zum Zeitpunkt der Erstellung der Abrechnungen, im Grundbuch eingetragenen Eigentümer.

Es kann sein, dass die erste Abrechnung, den Namen des Voreigentümers trägt, was aber keine Rolle spielt. Der BGH hat geurteilt, dass die namentliche Adressierung der Einzelabrechnung nicht bedeutet, dass der dort benannte Eigentümer der Schuldner ist (BGH 23.09.1999).

Hier kommt der Begriff der „Abrechnungsspitze“ zum Tragen und wird wichtig:

Für Zahlungsrückstände aus dem Wirtschaftsplan, zum Zeitpunkt des Eigentümerwechsels haftet nicht der neue Eigentümer. Der neue Eigentümer haftet nur für die sogenannte „Abrechnungsspitze“. Diese Abrechnungsspitze ergibt sich aus die auf die jeweilige Wohnung entfallenen Kosten eines Wirtschaftsjahres nach Abzug der Sollzahlungen aus dem aktuellen Wirtschaftsplan.
Betragen die Umlagekosten (Betriebskosten) beispielsweise 5.000 EUR und die Hausgeldvorauszahlungen gemäß Wirtschaftsplan 4.600 EUR, so beträgt die Abrechnungsspitze 400 EUR.

Für die Zahlung der Hausgeldvorauszahlungen gemäß dem jeweiligen Wirtschaftsplan, haftet der frühere Eigentümer (Verkäufer) auch nach dem Eigentumswechsel.

Auch nach einem Eigentumswechsel kann die WEG (Wohnungseigentümergemeinschaft) diese Forderung auf der Grundlage des Wirtschaftsplans gegen den früheren Eigentümer geltend machen
(Urteil des BGH 30.11.1995).

Erstellt der WEG-Verwalter auch die Betriebskostenabrechnung für meinen Mieter??

Die Betriebskostenabrechnung, kann nicht durch den WEG-Verwalter geleistet werden, da dies nicht Bestandteil seines Dienstleistungsangebotes ist.
Allerdings weisen wir in den Jahresabrechnungen für die Eigentümer, die auf den Mieter umlegbaren Kostenpositionen gesondert auf. Die Ihnen direkt vom Amt abgerechnete Grundsteuer B müssen Sie gegebenenfalls noch hinzurechnen. (Da das WEG-Recht und das Mietrecht nicht konform sind, sind die Kosten aus der Jahresabrechnung jedoch gemäß Vereinbarung in Ihrem Mietvertrag umzulegen. Meist können die Kosten auf Grund anderer Abrechnungsformen der einzelnen Positionen nicht 1:1 aus der Jahresabrechnung der Eigentümer auf die Mieter umzulegen)

Natürlich bieten wir im Rahmen unseren Miet- bzw. Sondereigentumsverwaltung diese Dienstleistung zu gesonderten Vertragsvereinbarungen zwischen dem Eigentümer und dem Verwalter an. (Verwaltervertrag für Sondereigentum)

Bekomme ich für meinen Mieter eine Zwischenabrechnung, wenn dieser im Laufe des Jahres auszieht??

Da es sich bei der Wohnungseigentumsverwaltung um eine Jahresabrechnung für den Eigentümer handelt, geht dies leider nicht. Das Wirtschaftsjahr muss vollendet sein.